Sportfest
Diesen Sonntag waren meine Mitbewohner und Ich, mit koreanischen und phillipinischen Freiwilligen in einem kleinen Dorf außerhalb Harars. Wir besuchten die Schule dieses Dorfes, um mit den Schülern der fünften Klasse ein Sportfest zu feiern. Die Idee für ein Sportfest kam vor einigen Wochen von unseren koreanischen Freunden hier in Harar. Die koreanischen Freiwilligen haben daher auch die Organisation übernommen.
Gegen acht Uhr startete ein Bus mit allen Freiwilligen, dieser brachte uns in das nae gelegende Dorf.
Dort angekommen, nahmen uns ca 130 Schüler in Empfang. Wir bauten die verschiedenen Stationen auf. Jeweils zwei Freiwillige hatten ein Team von 15 Kindern. Damit wir die Teams von einander unterscheiden konnten, bekamen die Kinder unterschiedliche Farben. Jedes Team hatte eine Farbe. Meine Aufgabe als Teamleiter war es, die Schüler zu den verschiedenen Stationen zu führen und ihnen das jeweilige Spiel an der Station zu erklären. Was sich im wieder mal als schwierig herausstellte, denn im Dorf wird Oromifa gesprochen. Mit der Amtssprache Amharisch konnte ich mich daher nicht verständigen. Allerdings gab es einen Dolmetscher, welcher an allen Ecken und Enden gebraucht wurde.
Es gab vier Stationen, an denen jeweils zwei Teams gegeneinander antraten. Mein Team (Neongrün) begann mit der Station Dreibeinlauf. Die Schüler reiten sich zu Zweit auf, damit ihre mittleren Beine zusammengebunden werden konnten. Zum Startpfiff rannten dann Team Gelb gegen Team Grün los.
Leider hat mein Team verloren, was dennoch nicht schlimm war, denn die Verlierer durften zur Station Fußball weiter. Das hat besonders sie Jungen gefreut.
Weiter ging es zum Spiel Plumssack, es hat eine Weile gedauert bis alle verstanden hatten, wie dieses Spiel abläuft, denn unser Dolmetscher war an einer anderen Station beschäftigt. Deshalb habe wir die Kinder einen Kreis bilden lassen, damit wir ihnen vormachen konnten, wie dieses Spiel funktioniert. Danach hatten dann alle ihren Spaß, vor allem die Schüler, weil wir Freiwilligen immer gegen die schnellen Äthiopier verloren haben.
Im Anschluss daran, gab es noch eine weitere Station. Dort wurde für jedes Kind ein Seife ausgeteilt. Wasser ist eine Mangelware in Äthiopien, deshalb muss sich die Körperhygiene erst einmal Hinten anstellen. Das Wasser wird zu aller Erst sparsam für den Haushalt und die Landwirtschaft verwendet. Den Kindern wurde gezeigt, wie man sich gründlich die Hände wäscht.
Zum Abschluss gab es noch einen kleinen Film, der die Weltkarte und ihre unterschiedlichen Länder aufzeigte. Die Aufgab der Schüler war es, Korea, die Philippinen und Deutschland auf der Weltkarte wiederzufinden.
Nachdem Ermittelt wurde, welches Team gewonnen hat, gab es eine kleine Siegerehrung. Der erste Platz bekam Schulhefte und Stifte, der zweite Platz bekam nur Stifte und alle Anderen erhielten als Trostpreis einen Lolli. Mein Team hat leider nicht gewonnen, dennoch war es ein erfolgreicher und lustiger Tag.
Die Bilder folgen, wenn die Internetverbindung wieder schneller ist...
Das erste Bild zeigt uns beim Plumssack spielen. Einer der Koreaner muss gerade in der Mitte sitzen, weil er verloren hat. Das zweite Bild zeigt meine Gruppe, mein Partner und mich !