Bridge of God I
Letztes Wochenende habe ich mit meinem Besuch und meiner WG einen Ausflug nach Arba Minch unternommen. Arba Minch,was übersetzt 40 Quellen heißt, liegt ungefähr 250km von Awassa entfernt. Im Vorfeld haben wir uns einen Jeep organisiert, damit wir in unter anderem in Arba Minch mobil sind.
Eigentlich war es auch so gedacht, dass wir am zweiten Tag unserer Reise mit dem Jeep in den Nationalpark fahren sollten, aber es kam alles ganz anders. Von der ungewöhnlichen Safari, die wir erlebt haben, berichte ich im zweiten Teil!
Zunächst starteten wir gegen 14 Uhr in Awassa in der Erwartung, spätestens in 3 Stunden in Arba Minch zu sein. Bis Sodo verlief auch alles wie erwarten. Dann löste sich die Straße aber mehr und mehr in eine staubige Piste auf und wir kamen nicht mehr so schnell voran.
Nach einiger Zeit sahen wir von einem Hügel aus den Arbaya See, an dessen Ende unser Ziel lag. Links der See, rechts der Kamm des Hochgebirges, endlose Bananenplantagen, spielende Kinder auf der Straße, Kühe und Ziegen die willkürlich von links nach rechts wechselten,(was nicht dazu beitrug, dass wir schneller voran kamen) Eselkarren mit Baumaterial beladen, Flüsse mit eingebrochener Brücke, die nur seitlich über eine Furt passiert werden konnten. Müde, aber mit fantastischen Bildern im Kopf erreichten wir nach mehr als 5 Stunden Fahrt unser Lodge, die traumhaft am Steilhang zum See hin lag.
Wenn man aus der Lodge auf die Terrasse trat, fiel der Steilhang 100 Meter in die Tiefe, von wo aus sich dann eine Art dichter Dschungel bis zum See hin erstreckte. Die beiden Seen an denen Arba Minch liegt, werden von einem Berg geteilt. Dieser Berg wird von den Einheimischen Bridge of God genannt.
Am Nächsten Morgen sahen wir, direkt von unsere Terrasse aus über dieser Brücke, die Sonne aufgehen. Ein unvergleichliches Erlebenis